Glögg macht glücklich – Skål, alter Schwede

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Etwas Glögg braucht der Elch.

Hand aufs Herz: Am interessantesten sind Texte, die anfangen mit „Schon die alten Römer…“! Und weil das so ist, soll unser heutiger Blog-Beitrag auch genauso anfangen.

Die alten Römer

Schon die alten Römer… Ungelogen! Schon die alten Römer tranken Wein, der mit vielen Kräutern und Gewürzen angereichert und erhitzt wurde. Conditum Paradoxum nannten sie ihren Würzwein. Anlässlich der Saturnalien (17. bis 30. Dezember) wurde heidnisch ausschweifend gefeiert. Die Bürger des antiken Weltreiches soffen gemeinsam und sogar mit ihren Sklaven gerne und viel Wein. Das ist historisch belegt. Möglicherweise konsumierten sie dabei heißen Conditum Paradoxum. Das ist jedoch nicht belegt. Aber sehr wahrscheinlich. Denn im Dezember ist’s sowohl in Rom schattig als auch im germanischen Aliso. Warum also keinen heißen Würzwein schlürfen und von Ägyptens warmen Gestaden träumen?

Die alten Rittersleut

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Glögg kann man kaufen oder sehr einfach selber zubereiten. Glögg aus Rotwein enthält gewöhnlich Rum (oder Schnaps), Zucker, Ingwer, Sternanis, Zimtstangen, Gewürznelken, Kardamom-Kapseln, Vanille und unbehandelte Orangenschalen. Vor dem Trinken wird er erhitzt und in eine Tasse oder bevorzugt in ein Glas mit Rosinen und Mandelstiften gefüllt. Skål!

Im Mittelalter schluckten die alten Rittersleut süßen Würzwein namens Hypocras – den allerdings kalt. Doch die damals seltenen und teuren Gewürze, die nur die wohlhabenden Adeligen kauften, um ihren Wein zu veredeln, entsprachen weitestgehend denen, die wir heute für Glühwein nutzen. Wegen der zugesprochenen heilsamen Wirkung genoss der Edelmann seinen feudalen Hypocras vermutlich verstärkt in der Erkältungszeit. Aber warum kalt statt heiß?

Gute, alte Tradition

Als eigentlicher Erfinder des Glühweins gilt der Augsburger Rudolf Kunzmann. Er hat im Winter 1956 als erster Deutscher gezuckerten und gewürzten Rotwein in Flaschen unter der Bezeichnung Glühwein verkauft – und damit richtig Ärger bekommen. Zucker im Wein? Terrorist! – Knapp 60 Jahre später ist es gute, alte Tradition, mit einem Becher Glühwein am Hals und einer roten Nikolausmütze auf dem umnebelten Kopf die ehedem besinnliche Adventszeit öffentlich zu sabotieren.

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Besonders das Luciafest am 13. Dezember nimmt der alte Schwede traditionell zum Anlass, um sich einen guten, heißen Glögg hinter die Krippe zu kippen.

Alter Schwede

Glögg ist die skandinavische Version des Glühweins und wird auch als Schwedenpunsch bezeichnet. Und – alter Schwede – der knallt richtig! Der hilft gegen kalte Füße und Frust beim Geschenkeshopping. Zudem zieren oftmals Elche die ansprechenden Flaschenetiketten. Glögg macht richtig glücklich. Insbesondere Elch- und Skandinavien-Freunde. Doch Vorsicht: Nach exzessivem Genuss könnte man rosa Elefanten sehen oder Ziegen mit Elchen vergleichen. So wie schon die alten Römer.

In diesem Sinne: Skål!

„Es gibt auch Tiere, die Elche genannt werden. Deren Aussehen ist Ziegen ähnlich und ihre Felle sind buntgescheckt, aber sie sind ein wenig größer als Ziegen und haben stumpfe Hörner und Beine ohne Gelenkknöchel.“ Caesar

Siehe auch: Der Elch im Allgemeinen und Speziellen (Teil 3): Der Elch bei Caesar

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